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FAZ-Artikel über "The Wright Stuff" Pro Wrestling School

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FAZ-Artikel über "The Wright Stuff" Pro Wrestling School

Neuer Beitragvon Mickey_Knox » 21.07.2009, 17:55

Am kommenden Sonntag erscheint (höchstwahrscheinlich) ein Artikel in der FAZ, in welchem es um die Pro-Wrestlingschule von Ex-WCWler Alex Wright geht. Da die Bilder mit unserer Gruppe gemacht wurden wäre es möglich, dass ich auch zu sehen bin. Wer also Interesse an dem Thema oder meiner Visage hat, kann sich Sonntag am Kiosk die FAZ ja mal ansehen.
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Re: FAZ-Artikel über "The Wright Stuff" Pro Wrestling School

Neuer Beitragvon Big B » 21.07.2009, 19:08

Mickey_Knox hat geschrieben:Am kommenden Sonntag erscheint (höchstwahrscheinlich) ein Artikel in der FAZ, in welchem es um die Pro-Wrestlingschule von Ex-WCWler Alex Wright geht. Da die Bilder mit unserer Gruppe gemacht wurden wäre es möglich, dass ich auch zu sehen bin. Wer also Interesse an dem Thema oder meiner Visage hat, kann sich Sonntag am Kiosk die FAZ ja mal ansehen.

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Re: FAZ-Artikel über "The Wright Stuff" Pro Wrestling School

Neuer Beitragvon Mickey_Knox » 21.07.2009, 19:36

Ich hatte nichts anderes erwartet.
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Re: FAZ-Artikel über "The Wright Stuff" Pro Wrestling School

Neuer Beitragvon Mickey_Knox » 11.08.2009, 18:07

So, der Artikel ist vergangenen Sonntag nun endlich erschienen, und nachdem ich ihn für teuer Geld online erstanden hab' setz' ich ihn auch hier rein, mir wurscht was die FAZ dazu sagt. Viel Spaß!

An Obelix prallt alles ab
Alex Wright gab als Profiwrestler in Amerika einst den bösen Deutschen. Jetzt bildet er in Nürnberg hundert Schüler aus. Es dröhnt und scheppert. Es ist ein knallhartes Training - buchstäblich. Von Michael Eder


Eine kleine Turnhalle. Schweißnebel. In der Mitte ein Ring. Dahinter Alex Wright und seine beste Trainingsgruppe. Das Aufwärmprogramm ist leicht zu merken: 1000 Kniebeugen, 1000 Liegestütze, 1000 Sit-ups. "Wir haben heute keinen Eimer dabei", sagt Wright. "Wenn es jemandem schlecht wird, bitte rechtzeitig melden." Seine Schüler reagieren mit einem Lächeln, man könnte es als gequält bezeichnen. Sie stehen im Kreis, und einer nach dem anderen zählt laut Kniebeugen. Dann Liegestütze. Wright macht es vor: auf den Fingerspitzen, auf den Handballen, einarmig, wie im Rocky-Film. Doch Wright ist kein Boxer, er ist der einzige deutsche Wrestler, der es je in eine der großen amerikanischen Profiligen geschafft hat. Mit 18 ging er allein nach Amerika, nach fast zehn Jahren als Profiwrestler kam er 2002 in seine Heimatstadt Nürnberg zurück, vor zwei Jahren hat er dort die "Pro Wrestling School" gegründet. Hundert Schüler unterrichtet er aktuell, die jüngsten sind zwölf, die ältesten um die dreißig. Trainiert wird samstags und sonntags, die Schüler kommen aus Nürnberg, aus Bayern, aus Österreich, aus halb Europa. Viele, "95 Prozent", sagt Wright, sehen die Kurse als Berufsausbildung, sie wollen professionelle Wrestler werden, wollen damit Geld verdienen. So wie Wright, der mit 34 Jahren sagt, er könne "privatisieren", wenn er wolle. Die Schule und die europäische Liga, die er plane, brauche er nicht, um Geld zu verdienen, sondern um seinen Sport zu fördern.


Man weiß nicht viel von Wrestling hierzulande: dass eine Profiliga wie die World Wrestling Entertainment (WWE) rund 400 Millionen Dollar im Jahr umsetzt, dass die schrill inszenierten Kämpfe auf Spartensendern laufen. Aber hinter die Kulissen lässt die Szene nicht gern blicken.


FRAGE: Ist Wrestling Sport, Herr Wright, oder nur Show?

"Ich nenne es Sport-Entertainment. Bei uns geht es nicht im klassischen Sinn um Sieg oder Niederlage, sondern darum, das Publikum zu unterhalten. Wrestling ist Hochleistungssport plus Unterhaltung. Man muss jahrelang sehr hart trainieren, muss komplexe Techniken erlernen, muss viel aushalten können. Und man braucht zu jeder Zeit hundertprozentige Konzentration, sonst verletzt man sich oder seinen Kollegen im Ring."


FRAGE: Wie viel Miteinander ist das im Ring und wie viel Gegeneinander?


ANTWORT: "Man hat eine große Verantwortung für seinen Gegner, seinen Kollegen. Das ist beim Amateurringen genauso, auch da sollte man nur Würfe und Griffe machen, die man beherrscht. Auch im Wrestling ist es verantwortungslos, im Ring Dinge zu probieren, die man nicht kann."

Kandidaten für seine Schule testet Wright zunächst auf ihren körperlichen Zustand. Dann beginnt das Training: Kondition, Koordination, Gleichgewicht, Kraft, Stabilität, Muskelausdauer, danach Fallschule, Atemtechniken, dann das Einstudieren und die Aneinanderreihung von Techniken. Es gibt mehr als tausend Griffe und Würfe beim Wrestling, von den Grundformen - Dropkick, Bodyslam, Fireman's Carry - bis hin zu den sogenannten High Risk Moves mit Phantasienamen wie Frankensteiner, Moonsault oder Swanton Bomb. Sie setzen extreme Körperbeherrschung voraus - und zwei exzellente Kämpfer. Wer sich international als Wrestler profilieren will, braucht ein großes Repertoire: je größer das Repertoire, je besser die Technik, desto öfter wird er gebucht.


FRAGE: Wie sehr kann man sich als Profi auf seine Kollegen verlassen?

"Es ist wichtig, dass man seinen Kollegen vertrauen kann. Aber natürlich gibt es bei den Profis auch Leute im Ring, die dort nichts verloren haben, die keine vernünftige Ausbildung haben, die die Griffe nicht beherrschen. Da drohen Verletzungen, und das geht nicht. Das lässt man den anderen dann auch wissen, da ist nichts mehr mit Sport-Entertainment, dann klärt man das entweder gleich im Ring oder aber, weil man ja Verpflichtungen gegenüber dem Veranstalter hat, danach."

Es ist ein knallhartes Training in Nürnberg, buchstäblich: Die Kampffläche des 30000 Euro teuren und drei Tonnen schweren Wrestling-Rings besteht aus einer anderthalb Zentimeter dicken Schaumstoffschicht, darunter liegen Holzplanken. Jeder Sturz auf diese harte Unterlage ergibt einen donnernden Knall, es dröhnt und scheppert, dass einem die Ohren klingen.

Wright hat mit Wrestling zu tun, seit er denken kann. Sein Vater, ein Engländer, war selbst Wrestler, der Onkel ebenso, und der kleine Alex konnte schon im zarten Alter von drei Jahren die ersten Tricks. Er war bayerischer Jugendmeister im Gewichtheben, übte sich im klassischen Ringen und zog im Schwimmverein seine Bahnen. Mit 16 hatte er als Wrestler seinen ersten Profikampf, mit 18 ging er in die Vereinigten Staaten. Das erste halbe Jahr war hart, aber irgendwie gelang es ihm, bei der World Championship Wrestling (WCW) einen Fuß in die Tür zu bekommen. Er kämpfte zunächst ohne Gage, aß nur einmal am Tag, schlief im Hotelzimmer von Kollegen auf dem Fußboden. Er verdiente nichts, zahlte eine Menge Lehrgeld, aber er schaffte es. Nach einem Dreivierteljahr konnte er seine Verlobte nachholen, sie war damals 19 Jahre alt, genau wie er. Was folgte, war ein amerikanischer Aufstieg: Einzimmerapartment, Zweizimmerwohnung, Villa. Im Ring war Wright zunächst der gute, später der böse Deutsche - Wrestling ist auch ein Rollenspiel.
FRAGE:

Was macht mehr Spaß: gut zu sein oder böse?

"Ich habe das Böse lieber gemocht, einfach weil es sehr schwer ist, als Deutscher in Amerika die breite Fanmasse anzusprechen. Als blonder Schönling habe ich die Mädchen angesprochen und die Omas, aber die Hardcore-Fans, die haben immer die Nase gerümpft. Dann bin ich mit dem gleichen Look umgestiegen auf bad guy, das hat sehr viel Spaß gemacht, auch am Ende, als ich einen Irokesen-Haarschnitt hatte und eine Art Gothic-Figur war."


FRAGE: Der Böse verliert meistens, oder?

"Nein. Das ist Sache des Managements."


FRAGE: Wie weit gehen die Absprachen?

"Es ist nicht so, wie viele Zuschauer denken, dass die Kämpfe völlig choreographiert sind, das ist überhaupt nicht so. Ich war 350 Tage im Jahr unterwegs, da ist keine Zeit, mit jedem Gegner einen Kampf einzuüben, das ist nicht wie beim Tanzen. Wrestling funktioniert anders: Voraussetzung ist eine Ringerschule, man lernt Griffe, Würfe, Techniken. Mit der Zeit lernt man, den Gegner, den Kollegen zu lesen. Wenn ich gegen ihn antrete, ist das eine Aneinanderreihung von Techniken aus dem Repertoire beider Kämpfer. Wer das größere Repertoire hat, kann den anderen kontrollieren. Haben beide das gleiche technische Niveau, dann ist der Kampf ausgeglichen. Im Endeffekt ist nur eines abgesprochen."


FRAGE: Das Kampfende?

"Genau."

Schweißüberströmt haben die Schüler in der Nürnberger Halle das Aufwärmprogramm überstanden. Ein Eimer wurde nicht benötigt. Nun geht es in den Ring. Es wird gekämpft, geübt. "Stellt euch vor", sagt Wright, "wir haben hier heute 60000 Zuschauer. Die wollen was sehen." Er sitzt auf einem Stuhl am Rand, bisweilen korrigiert er. "Jungs", sagt er, "macht nur, was ihr könnt." Die Bewegungen müssen sitzen. Ein Tritt gegen den Oberkörper darf nicht zu hoch angesetzt werden und nicht zu tief, darf weder den Hals treffen noch die Rippen. Der Getroffene fällt gekonnt, knallt auf den Boden, bleibt mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen, auch das will geübt sein, und springt flugs wieder auf. Auch er träumt von einer großen Karriere.

Es gibt nur wenige Wrestler weltweit, die einen hochdotierten Vertrag besitzen und Millionen verdienen. Es gibt vielleicht 200 Verträge, aber es gibt mehrere tausend Profiwrestler. Entsprechend groß ist der Druck. Entsprechend groß ist auch das Doping-Problem.


FRAGE: Sie waren in einer "normalen" Gewichtsklasse, aber viele Profiwrestler sehen aus wie muskelbepackte Phantasiegestalten. Wie verbreitet ist der Drogenkonsum? Und wie behandeln Sie das Thema mit Ihren Schülern?

"Ich kann den Jungs nichts verbieten, die sind alle erwachsen. Aber ich kläre sie über die Folgen von Doping auf und rate ihnen ab. Drogen sind ein gesellschaftliches Problem. Wenn ich heute in ein Fitnessstudio schaue, dann nehmen dort die Hälfte der jungen Männer illegale leistungssteigernde Mittel, die machen das allein aus privaten Zwecken, weil sie ein paar Mädchen gefallen wollen. Viele Profiwrestler, ich möchte sie nicht in Schutz nehmen, aber die machen das nicht unbedingt freiwillig, sondern werden durch manche Veranstalter mehr oder weniger inoffiziell - durch Belohnungen, die in Aussicht stehen - in Richtung Doping gebracht. Es heißt: Okay, je schwerer du bist, desto spektakulärer. Und dann greifen manche eben zu illegalen Mitteln - um konkurrenzfähig zu sein und ihre Familien zu ernähren."

In der Nürnberger Turnhalle sind die Trainingskämpfe zu Ende, es beginnt das Techniktraining. Eine einfache Übung: Ein Kämpfer wird an den Händen in eine Ringecke geschleudert, bleibt dort stehen, der Gegner läuft auf ihn zu und checkt ihn wie beim Eishockey. Das donnert gewaltig, wieder geht es um das Grundsätzliche, um Körperspannung und Atemtechnik. Wright macht es vor, steht in der Ecke wie Obelix, die Schüler prallen an ihm ab, einer nach dem anderen, und Wright zuckt nicht einmal mit der Wimper. Dann erklärt er seinen Leuten ein paar Griffe und Sprünge, mahnt sie zur Konzentration, erklärt ihnen, dass es nicht nur um spektakuläre Kämpfe gehe, sondern auch darum, eine gute Optik zu liefern. Er simuliert Kamerapositionen, richtet die Aktionen im Ring darauf aus. Als Wrestler muss man immer im Bilde sein.

Die besten seiner Schüler werden am 3. Oktober zusammen mit ein paar freischaffenden Stars der internationalen Szene zum ersten Mal vor großem Publikum im Ring stehen. Dann startet Wright seine eigene Liga: die New European Championship Wrestling, kurz NEW. Seinen ersten Traum, sagt er, habe er als Profiwrestler in Amerika gelebt, dies sei sein zweiter: der Aufbau einer europäischen Liga, die international konkurrenzfähig ist - und seinen Meisterschülern eine erste große Bühne bietet.
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