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Meditation

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Meditation

Neuer Beitragvon Motor Ed » 11.06.2008, 12:06

Was ist Meditation?


Es existieren sicherlich abgehobene, geistig völlig verklärte Erklärungen zum Thema Meditation. Vor allem durch in Mode gekommene esoterische und weltfremde Daseinsbetrachtungen.

Gut – Klarstellen möchte hier vorab, das nicht alles was esoterisch ist, auch gleichzeitig für Weltentfremdung steht. Auch kann man den Ausübenden nicht immer eine massive Dummheit, extreme Abgehobenheit oder gar Andersartigkeit unterstellen. Denn es gibt durchaus Dinge dabei, die Sinn machen und positive Eindrücke und sogar Ergebnisse hinterlassen.
Aber nicht jeder hat das Interesse, oder die Nerven (ja, manchmal braucht man die – schaut einfach mal Tele Medial), sich mit Esoterik auseinanderzusetzen.
Und doch ist Meditation etwas, das jeder ausüben kann (sollte?). Nicht um auf irgendwelche überirdischen Ebenen zu gelangen, sondern um Ruhe und Kraft zu gewinnen und entspannter an, vor einem liegenden, Aufgaben heranzugehen.

Und für genau Jene möchte ich hier einen Einstieg, frei von Magie, Esoterik und anderem Pseudogezaubere schaffen.
Ich hoffe, das praktizierende Esoteriker und meditativ Erfahrene, ihrem Wunsch, mich zu lynchen, nicht sofort nachgeben. Sondern, das sie vielleicht doch bereit sind, mir zu vergeben…..langfristig.

Die Buddhisten sind erstaunlichweise – allerdings ist es abhängig von der Ausrichtung (Im Buddhismus unterscheidet man verschiedene Stile) – beinahe die spirituellsten.
Sie sagen: „…..die Meditation dient, die Natur des Geistes zu erkenne, diese Natur zu erlangen und durch die Leerheit der Gedanken, in einen Erleuchtungszustand zu gelangen und dem Gedanken an Wiedergeburt abzuschören…:“
Sicherlich ist dieser Leerheitsgedanke sehr interessant, wenn man die ganze buddhistische Lehre betrachtet. Er enthält auch mehr als eine Wahrheit.
Aber für sich allein betrachtet, erscheint dieser Wunsch nach Leerheit, mehr als abgehoben.

Ebenso Sri Chinmoy – ein erleuchteter Buddhist aus einem kleinen Dorf bei Bangladesh. Er sagt beispielsweise, das Meditation eine göttliche Gabe sei, die nicht jeder haben können, die nur von wenigen erlernt oder erworben werden könne, wenn das Leben den Göttern geweiht würde.
Davon mal abgesehen, das die Buddhisten erstmal gar keine eigenen Götter haben…..
Aber, mal abgesehen von dieser göttlichen Gabe, ist seine weitere Beschreibung allerdings sehr passend und eigentlich schon punktgenau:

Meditation vereinfacht unser äußeres Leben und stärkt unser inneres Leben. Meditation schenkt uns ein natürliches und spontanes Leben…[ ]….Meditation bedeutet nicht, einfach nur 5 oder 10 Minuten ruhig dazusitzen. Sie erfordert eine bewusste Bemühung Der Verstand muss ruhig und still gemacht werden. Gleichzeitig muss er wachsam sein, damit er keine störenden Gedanken oder Wünsche in sich hinein lässt…[ ]…Wenn der Verstand leer und still ist und unser gesamtes Dasein ein leeres Gefäß wird, kann unser inneres Wesen unendlichen Frieden, unendliches Licht und unendliche Glückseligkeit anrufen, um in dieses Gefäß zu fließen und es zu füllen. Das ist Meditation.“




Die abgehobenste Erklärung liefert uns Dr. J. Galuska von der Klinik Heiligenfeld. Er sagt nämlich: „Meditation ist ein Zustand mystischer Erfahrung und Ekstase“.

Er liefert aber auch gleichzeitig eine der schönsten und treffendsten Erklärugen zum Thema:
„Was ist Meditation? Das ist es? Das! Und das! Und das auch!“


Sicher.
Keine dieser Erklärungen ist falsch. In ihrem Sinn und/oder ihrer Aussage, mag die ein oder andere Umschreibung recht fragwürdig daherkommen. Aber tatsächlich unwahr ist kein. Aber eine wirkliche, für den normal denkenden Menschen immer nachvollziehbare Erklärung liefert niemand. Und daher bleibt die Frage bestehen.
Was ist Meditation?
Ich denke, die einzige passende Erklärung bietet, lustigerweise, eine große deutsche Krankenkasse.


„Meditationstechniken sind in vielen Kulturkreisen entwickelt worden. Daher wird man auch kein allgemein gültige Wahr oder Falsch finden.
Aber aus medizinischer Sicht, gilt es inzwischen als erwiesen, das sie sinnvoll sind, um Alltagsstress und Hektik abzubauen und zur inneren Ruhe zu finden. Das Wort „Meditation“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Nachsinnen“…..[ ]….Zwar haben so gut wie alle meditativen Techniken auch eine körperliche Entspannung zur Folge, aber es ist nicht ihr eigentliches Ziel. Daher unterscheiden sich Meditation und Entspannungsverfahren in ganz wesentlichen Punkten: Die Körperhaltung ist bei der Meditation nicht entspannt, sondern eine gewisse Körperspannung ist immer erwünscht. Außerdem soll nicht wie häufig bei Entspannungsverfahren einer bestimmten Körperempfindung oder der Atmung nachgespürt werden. Im Gegenteil, Ziel der Meditation ist vielmehr ein (gedankliches) Loslösen vom Körper. Sie strebt den Zustand einer – so genannten – „gedanklichen Leere“ an…..[ ]…..
Manche Meditationen arbeiten mit einem sog. Mantra. Das ist ein Wort oder eine Silbe, das man sich innerlich vorsagt oder vorstellt. Dadurch soll das Bewusstsein abgelenkt werden und der Meditierende wird veranlasst, nach innen zu spüren.“






Hmmm…..also doch alles Humbug?
Nein, denn wenn wir uns die einzelnen Techniken betrachten, speziell die für Einsteiger, stellen wir fest, das wir mit der Meditation gar nicht so weit von Entspannungsverfahren entfernt sind.



Meditationstechniken


Wie mache ich es richtig?



Auch hier gilt eigentlich: Es gibt weder falsch, noch richtig. Meditieren sollte schlussendlich jeder so, wie er es für sich persönlich am besten hält.
Man kann auf dem Boden liegen, auf einer Decke, sogar im Bett. Man kann im Schneidersitz sitzen, auf einem Sessel, auf der Erde, auf einem Kissen, auf einem Sitzgestell aus Bananenblättern, auf einem Stuhl……völlig gleichgültig.
Allerdings gibt es auch hier wieder, einige Dinge zu beachten. Und zwar:


Die Körperhaltung

Die Wirbelsäule
Wichtig ist, dass die Wirbelsäule immer gerade ist; unbedingt darauf achten, nicht ins Hohlkreuz zu fallen. Beim Liegen auf dem Boden oder einer Decke, immer ein flaches Kissen nutzen, um die Halswirbelsäule in eine Linie mit der restlichen Wirbelsäule zu bringen; sonst kann es passieren, das der Kopf in eine Überstreckung gerät. Abgesehen davon, dass das auf Dauer recht unbequem und schmerzhaft werden kann, soll dieser Umstand auch den Energiefluss behindern. Ein weiteres Kissen oder eine Kissenrolle kann man unter die Kniekehlen geben.
Wenn man auf einem Stuhl sitzt, sollte man sich tunlichst nicht anzulehnen, da man sonst Gefahr läuft, einen Buckel zu machen.

Die Beine und Füße
Wenn man auf einem Sessel sitzt, sollten die Knie in einem rechten Winkel stehen. Die Fußsohlen sollten dabei fest Kontakt mit dem Boden haben; d.h. das Sitzmöbel darf nicht zu hoch sein. Die Fußsohlen dienen als sog. „Erdungspunkt“, wenn man sitzt. Die Füße stehen parallel, etwa in Schulterbreite.

Die Arme und Hände
Die Arme kann man locker herunterhängen lassen, dabei allerdings darauf achten, dass die Schultern nicht verkrampfen. Wenn man auf dem Boden liegt, werden die Arme seitlich neben dem Körper abgelegt. Die Handflächen zeigen dabei nach oben. Im Sitzen besteht auch die Möglichkeit, die Unterarme entspannt auf die Oberschenkel zu legen, in der sog. Kutscherhaltung. Aber auch hier zeigen die Handflächen nach oben.
(Warum nach oben? Wenn wir den Unterarm einmal genauer betrachten, werden wir es schon fast selber sehen. Er besteht aus zwei langen Knochen, die durch Bänder und Sehnen mit dem Oberarm und dem Handgelenk verbunden sind. Deutet die Handfläche nach oben, liegen beide Knochen quasi parallel. Wenn man den Unterarm nun langsam dreht, erkennt man, dass die beiden Knochen dieser Drehung spiralartig folgen. Das schmerzt nicht und es ist eine biologische Bewegung - aber es entsteht so eine gewisse Spannung).


Der Kopf
Der Kopf sollte eine Verlängerung der Wirbelsäule sein. Ihn hält man aufrecht und gerade. Bitte hier unbedingt darauf achten, nicht zur Seite abzuweichen oder das Kinn zur Brust zu ziehen, um eine gleichmäßige und tiefe Atmung zu gewährleisten zu können.


Die Atmung
Man sollte tief, gleichmäßig und ruhig atmen. Häufig gelingt dies nicht auf Anhieb, da beginnen viele Meditationslehrer damit, ein oder zwei kleinere Übungen einzubauen. Man entspannt sich und atmet ruhig ein, dabei zählt man seine Atemzüge mit und spürte, wie die Luft bis in die Lungen vordringt. Man zählt dabei in folgendem Rythmus: Einatmen (1), Ausatmen (2); Einatmen (3), Ausatmen (4) usw. Bei zehn beginnt man wieder von vorne. Diese Übung kann so lange durchgeführt werden, bis man innerlich völlig ruhig ist und der Atem von selbst tief und gleichmäßig wird.
Eine fortgeschrittene Technik, wäre die reine Konzentration auf einen Gegenstand, oder die Atmung, bis man das Betrachtete in alle Moleküle zerlegt hat.
Allerdings läuft man hier – als Anfänger – Gefahr, sich zu schnell von anderen, scheinbar interessanteren Dingen ablenken zu lassen.


Die Meditationsdauer

Ob man nun eine halbe Stunde meditiert, oder eine Stunde, oder aber auch nur 15 Minuten, das ist eigentlich ziemlich gleichgültig. Meditation ist nicht schädlich, man kann sie weder überdosieren, noch geschieht etwas, wenn man sie scheinbar zu kurz hält. Mal abgesehen, von einer eventuellen Unzufriedenheit.
Man sollte sich dennoch - gerade anfangs - schon etwas mehr Zeit nehmen, denn Körper und Geist benötigen einige Minuten, bis zur völligen Entspannung und Ruhe.




So.
Jetzt wissen wir das auch.
Aber, es gibt ja noch die unterschiedlichsten Meditationsarten.
Nun gilt es für euch, die ihr euch so weit schon vorgewagt habt, nicht lauthals zu lachen, denn einige diese Dinge, werden diejenigen, die einen Anfang wagen, irgendwann einmal ausprobieren wollen.
Und es sei ihnen gegönnt, denn es ist nicht annähernd so lächerlich, wie es im ersten Moment sich lesen lässt.

An dieser Stelle möchte ich mich bei einige Aktiven im Bereich Meditation bedanken, die so zahlreich und schön gestaltete Internetseiten, mit Anleitungen und Tips, sowie Geschichte und anderem Wissenswertem gefüllt haben.
Die beiden Hauptseiten, auf denen ich mich bedient habe, für diesen Artikel findet ihr am Schluß.
Ich denke, die beiden Autoren sind über jeden Besuch erfreut und ihr erfahrt dort sicherlich noch einige andere nützliche Dinge, so es euch denn interessiert.




Hier mal einige Meditationsarten:


Kerzen-Meditation

Diese Übung fördert die Konzentration. Man zündet in einem ruhigen, abgedunkelten Raum eine Kerze an. Dann konzentriert man sich auf das Licht der Kerze. Man lässt sich davon einhüllen und erwärmen. Wenn Gedanken in einem auftauchen, lässt man sie durchziehen, ohne sich auf sie zu konzentrieren. Man betrachtet einfach nur die Kerzenflamme, atmet tief und ruhig. Das mach das zehn bis fünfzehn Minuten.

Meditation mit Messer oder Schwert

Man hält ein Messer oder Schwert in der kräftigeren Hand. Dabei atmet man tief und nimmt die Kraft der Luft in sich auf. Dann versucht man sich an Entscheidungen zu erinnern, die man getroffen und trotz Schwierigkeiten ausgeführt hat. Man fühlt, wie die Kraft des Geistes andere beeinflußt, und erkennt die Verantwortung, diese Kraft nicht zu missbrauchen.


Und hier meine beiden Favoriten



Die Baummeditation


Man geht hinaus in die Natur und sucht sich einen Baum, der für einen selbst Energie ausstrahlt, oder auszustrahlen scheint und der einem besonders gut gefällt. Man bittet ihn etwas von seiner Energie abzugeben. Dabei umarmt den Baum, und stellt sich vor, wie der Baum einen schützend umfängt, und fühlt die positive Energie hindurchfliessen. Man wird eins mit dem Baum.
Danach bedankt man sich bei dem Baum, der einem die Kraft gegeben hat und verabschiedt sich von ihm. Man besucht seinen Baum so oft wie möglich oder nötig. Irgendwann wird man feststellen können, dass man von ihm immer Kraft bekommt, besonders, wenn die Situation besonders traurig oder verzweifelt scheint.


Die andere Baummeditation

Man stellt sich möglichst bequem hin. Optimal wäre schönes Wetter, ist aber keine zwingende Voraussetzung.
Man stellt sich ins (Sonnen)Licht, und schließt die Augen. Man stellt sich eine große, mächtige Eiche vor. Man fühlt den Wind, die Sonne, hört die Insekten. Plötzlich hat man das Gefühl, das die Zehen zu Wurzeln werden, sie graben sich tief in die Erde und nehmen die Energie auf, die vom Lebenskreislauf bereitgestellt wird.
Instinktiv wird man die Arme über den Kopf heben, denn sie sind die Äste. Über die Blätter (Finger) nimmt man nun die Energie und das Leben auf.
Auch hierbei atmet man tief und gleichmäßig. Man nimmt soviel Energie auf, wie man braucht und gibt sie wieder in den Erdboden ab, um auch andere Lebewesen am Wachstums- und Entwicklungsprozess teilhaben zu lassen.

Hierbei ist es wichtig, überschüssige Energien unbedingt wieder abzugeben.


Ich danke ganz besonders Magic aka Patrick, einem der führende Köpfe des legendären Martial Arts Forum.
Ich hoffe, ihr kommt eines Tages wieder.



Als Quellen dienten die Internetauftritte der AOK; der deutschen buddhistischen Union und dem Magierkreis (http://www.magierkreis.com/).
Außerdem Jades Seite für Junghexen
(http://www.magieheim.at/jade/index2.html), mit sehr schönen und guten Tipps zum Thema Meditationstechniken.
Interpunktion, Rechtschreibung und Groß-/Kleinschreibung sind keine Wahl. Sie sind deine Pflicht!
Sonst krieg' ich nämlich Augenkrebs und zeige dich wegen Körperverletzung an.



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