Hier erhältst du Hilfestellung zu Themen wie...
  • Bodybuilding, Kraftsport, Training
  • Ernährung, Essensratschläge
  • Sporternährung, Fitnessfood
  • Anabole Steroide

Wichtige Punkte vor dem posten...

Selbstverteidigungssysteme......neue Formen

Hier erfahrt Ihr alle Neuigkeiten aus der Bodybuilding - und Fitnesswelt !

Selbstverteidigungssysteme......neue Formen

Neuer Beitragvon Motor Ed » 01.04.2008, 17:52

Selbstverteidigungssysteme


Ich möchte in dieser lockeren Artikel-Reihe damit beginnen, einzelne Selbstverteidigungssysteme, neuerer Formen, sprich Entwicklung nach 1900, vorzustellen.
Es gibt derer in großer Anzahl; wobei einige sich nur in der Farbe des T-Shirts und des Preises für das T-Shirt unterscheiden.
Viele dieser Systeme sind entstammen ursprünglich alten, traditionellen Kampfkünsten, wurden dann für militärische Zwecke umgebaut und vereinfacht, und in noch vereinfachter Form, anschließend wieder auf die Zivilbevölkerung losgelassen.
In erster Linie für Möchtegern-Insider gedacht, die das nötige Kleingeld besitzen/besaßen, alles auszuprobieren, entwickelte sich relativ schnell ein Run auf diese SV-Systeme, der es wirtschaftlich notwendig machte, immer „neue“ Systeme zu entwickeln und auf den Markt zu werfen.
Wobei man dazu sagen muß, das wirklich niemand das Rad neu erfunden hat. Teilweise ist es tatsächlich nur die Farbe des T-Shirts, andernorts wird der kleine Finger der linken Hand abgespreizt oder eben nicht.
Nur wenige können von sich sagen, etwas innovatives, wenn auch nichts weltveränderndes oder völlig unbekanntes, entwickelt zu haben.

Einige möchte ich mal aufzählen, wobei ich darauf hinweisen möchte, das ich hier nicht für Vollständigkeit garantieren kann und möchte.
Und noch viel weniger, werde ich hier vorstellen.

Es gibt beispielsweise:

Hock Hochheim Close Quarter Combat
Maltese’s Close Combat
Kokkar Kempo
Kokkar Special Combat Black Cobra
Krav Maga
Commando Krav Maga
Kapap Krav Maga
S.O.G. Close Combat
S.O.G. Military Combat
Commando Combat
Police Commando
Police Kick Boxing
Self Pro Krav
R.O.S. Real Operation System
Police Tactics nach Jim Wagner
Kaisendo
Jintai Kyukan Kaisenjutsu
Elite Combat Program
Policial Jukaikido
Weapon Retentation
SWAT Combat
Bugai Total Combat
Kempo Street Fight

usw. usw. usw. usw.


Der ein oder andere mag jetzt böse gucken, das ich hier Krav Maga mit aufzähle und so Sachen wie Wing Tsung ( Wing Chung; Wen Chung; Vin Tsun; Wen Chun; Ving Tsun);
Jeet Kune Do, etc weglasse.
Aber das hat seine Gründe. Denn im Gegensatz zu beispielsweise Krav Maga, kann WT eine etwas längere und ältere Tradition aufweisen.
Auch wenn einige Kampfkunstverbände das ansehen bestimmter Kampfkünste zerstört haben und mit ihrem Verhalten und ihren Aussagen in der Öffentlichkeit teilweise übelste, von Haß geprägte Diskussionen ausgelöst haben, so täte man den Künsten selber, sowie den ehrwürdigen Meistern und den ernsthaften Schülern unrecht, würde man sie mit Nichterwähnen abstrafen.

Wie gesagt, in loser Folge werden nun die militärische Ausuferungen der Selbstverteidigungssysteme erläutert, durchleuchtet und vorgestellt werden.
In einem beinahe zeitgleich beginnenden, werde ich die traditionellen Künste vorstellen.

Allerdings möchte ich darauf hinweisen, das ich eine Diskussion darüber, welches nun die effektivste und beste Kampfkunst ist, speziell für Ring oder Straße, in meinen Augen völliger Mumpitz ist.
Denn nicht alles was gelehrt wird, liegt dem jeweiligen Schüler.
Jeder muß für sich herausfinden, was für ihn effektiv ist, was seinem Naturell entspricht, und, und, und.
Denn schließlich ist es doch möglich, das ein 160cm kleiner, 90 Kilo schwerer Brocken, beweglich und anmutig genug ist, das er Kung Fu oder Capoeira betreiben kann.
Während andererseits der große, schlanke Mensch so steif und unbeweglich ist, das er mit Krav Maga besser bedient wäre, als mit Kempo Street Fight.



Diskussionen, möchte ich doch bitten, in einem neuen Thread zu beginnen.
Sollte mir ein Fehler unterlaufen, ich bin schließlich nicht frei von denselben, bitte ich um eine kurze PN, damit ich ihn korrigieren kann.
Interpunktion, Rechtschreibung und Groß-/Kleinschreibung sind keine Wahl. Sie sind deine Pflicht!
Sonst krieg' ich nämlich Augenkrebs und zeige dich wegen Körperverletzung an.



Bild Bild Bild Bild


Hock Hochheim
Benutzeravatar
Motor Ed
MuskelFreak
MuskelFreak
 
Beiträge: 3238
Registriert: 03.08.2006, 17:58
Wohnort: Mittelhessen

Neuer Beitragvon Motor Ed » 01.04.2008, 17:55

Teil Eins


Hock Hochheim


Wer oder was ist HockHochheim?
HockHochheim oder auch HockHochheim CQC (Close Quarter Combat), ist ein Selbstverteidigungssystem, benannt nach seinem Gründer W. Hock Hochheim.


Eine kurze Biographie:


W. Hock Hochheim begann Ende der 60er Jahre mit dem Kenpo Karate.
Arbeitete beruflich als Sicherheitsfachkraft für Industrieunternehmen; aber auch als Rausschmeißer und Türsteher in verschiedenen Country- und Western-Bars in Texas.
1974 wechselte er zur Militärpolizei; war in Oklahoma stationiert. 1975 wurde er zun Drogenermittler der US Militärpolizei befördert und verrichtete seinen Dienst in Oklahoma und Süd Korea.
1977 ging Hock zurück zur Polizei von Texas, wo er als Streifenpolizist begann. 1981 wurde Detective. Dort blieb er bis 1997.
Bereits im Jahre 1996 begann er damit, durch die Welt zu reisen und sein System zu unterrichten. Und als er die Poizei 1997 verließ begann er als Vollzeitausbilder.
Seitdem arbeitet er – unter anderem – als sog. "Payed Contract-Instructor" bei der US Army.

Seine Graduierungen:

3. Dan im Filipino Arnis de Mano
2. Dan im Modern Arnis
2. Dan im Kajukenpo
3. Dan im Aiki-Jitsu
7. Dan im Kempo



Das System


Hauptsächlich besteht das System aus vier Szenarien, unterteilt in jeweils 10 sog. Trainings-Level; daher auch der Name.
Es gibt den Unarmed (unbewaffnet) Combat; Stick (Stock) Combat; Knife (Messer) Combat und Gun (Schußwaffen) Combat.
Hier in Deutschland wird in erster Linie Unarmed; Stick und Knife unterrichtet.



Schauen wir uns die einzelnen Szenarien mal an.
Allerdings möchte ich – um den Rahmen nicht zu sprengen, davon Abstand nehmen, jeweils die 10 Unterrichtslevel aufzulisten




Der Unarmed Combat.

Hierbei gibt es wieder vier Einteilungen, die eigentlich sämtlichen, mögliche Szenarien beinhalten und auch die Unterrichtsgrundlage bilden:

Hand vs. Hand
Hand vs. Stick
Hand vs. Knife
Hand vs. Gun.


Der Unarmed Combat enthält folgende Elemente:
- Taktischer Straßenkampf – stehend und in der Bodenlage
- Kampftechniken vergleichbar mit Kickboxen und Thaiboxen
- Griffe - stehend und in Bodenlage
- sog. „Empty Hand“ gegen Stock; Messer; Schußwaffe
- Hebel und Würgegriffe – stehend und in Bodenlage
- Haltegriffe – stehend und in Bodenlage
- Verteidigung gegen mehrere Angreifer
- Kampf und Angriff gegen Stock und andere Schlag- und Stoßwaffen
- Kampftechniken, welche nicht auf Aufgabe des Gegners ausgelegt sind
- Militärische oder polizeiliche Techniken des Haltens und Abführens
- Treten in Bodenlage, bzw. allgemeine Bodenverteidigung
- Das Entkommen aus der Bodenlage bei einem, oder mehreren Gegner
- Verteidigung auch in geschwächter Form; beispielsweise aus einem Rollstuhl heraus
- Verteidigung mit verletzten oder gebundenen Händen, stehend, kniend oder in Bodenlage



Gelehrt wird dabei
- wesentliche, lebensrettende Techniken aus den klassischen Martial Arts, mit Umsetzung in der Realität und auf der Straße
- Sog. „Dirty tricks“, welche nicht immer erlaubt sind und auch von der Polizei meist nicht angewendet und auch nicht gern gesehen werden.
- Sowie Techniken und Taktiken, wie sie in der Regel auf der Straße von Schlägern und Kriminellen angewendet werden.




Stick Combat



Ähnlich sieht es beim Stick Combat aus.

Hier wird unterschieden zwischen ein- und beidhändig; sprich mit einem Stock oder zweien.
Wobei hier jegliche Art von Schlag- und/oder Stoßwaffe herangezogen werden kann. Es ist nicht auf den Escrima-Stick, oder einen Teleskopschlagstock begrenzt. Man kann auch einen Nordic Walking Stock oder einen Regenschirm verwenden.


- Schlagwaffen-Einsatzstrategien, wie sie auch Militär und Polizei nutzen, um Konflikte zu unterdrücken oder einzudämmen
- Taktiken, um den Gegner einzuschüchtern, bzw. ihn, ohne Eskalation, zur Aufgabe zu bewegen
- Das schnelle Ziehen, beispielsweise eines Teleskopschlagstockes, in Streßsituationen
- Taktiken, um den Gegner im Zaum, bzw. in Gewahrsam zu halten.
- Techniken mit dem Bajonett, um tödliche Bedrohungen abzuwehren
- Entwaffnungstechniken, sowie Techniken um eine Neubewaffnung zu verhindern
- Techniken aus allen Bereichen: Filipino; Asien; Afrika und Europa
- Stock gegen Stock und Stock gegen Messer
- Taktiken für unbewaffneten Kampf gegen das oben Gelernte. Auch hier gilt gegen Stock; Messer und Schußwaffe
- Mentale und körperliche Vorbereitung auf Stresssituationen
- Gesetzliche Einblicke





Knife Combat


Hier gibt es wieder die üblichen Grundregeln:
Messer gegen Messer; Messer gegen Stock; Messer gegen Schusswaffe; Messer gegen Unbewaffnete und Messer gegen mehrere Angreifer

Die Trainingsmethoden unterscheiden sich hier etwas:
1) Die Psychologische Seite – Hier wird aufgezeigt, wie Messerangriffe ablaufen; die Tödlichkeit scharfer Klingen, sowie ihre hinterlassenen Wunden und die damit verbundenen Schmerzen. Das Training - das durchaus auch mit Wunden und Schmerzen verbunden ist - soll verhindern, das das Messer als eine zu vernachlässigende Waffe zu betrachten ist.

2) Einzeltraining und Messerbeherrschung – Da man ein solches Messer nicht konstant in der Hand hält…….es will gezogen werden. Außerdem wird die Körperhaltung des Angreifers gelehrt, sprich jeder Angreifer hat eine ganz bestimmte Körpersprache. Das Ganze in Theorie und Praxis.

3) Partner - Training – Hier wird das Schneiden und Stechen aus der Bewegung heraus geübt. Anfangs anf einen ruhenden Gegenstand (Pratze), den/die der Partner hält. Später auf einen sich bewegenden, schließlich konternden Partner. Ziel hier ist die Distanz zum Gegner, sowie flüssige und schnelle Bewegungsabläufe und Timing


4) Messerangriff-Szenarien – Hier wird an allen möglichen Szenarien gearbeitet; stehend, kniend, sitzend und in Bodenlage; so realistisch wie möglich.


Und dies ist leider die Wahrheit über Messer. Messer sind nicht diese lustigen kleinen Spielzeuge aus Gummi, mit denen ihr in manchen Dojos und Gyms versorgt werden. Hier sind scharfe Klingen am Werk, die schwer verletzen und auch töten können.
Und häufig ist es auch das Ziel ihrer Träger.




Der Vollständigkeit halber - auch wenn es für den Zivilisten in Deutschland meines Wissens, keine Anwendung findet, soll es noch Erwähnung finden:


Gun Combat

Hier werden folgende Elemente als Lehrgrundlage herangezogen:
- Eindringen in Häuser und/oder Räume
- Schusswaffentraining (Schießstand und Nahkampf)
- Distanztraining
- Ermitteln einer Sicherheitslinie (lässt sich an den verschiedenen Schusswaffentypen ermitteln)
- Simulierte Schusswaffenangriffe; durch den Gegner und gegen den Gegner
- Psychologische Vorbereitung auf realistische Szenarios
- Nahkampf gegen einen Schusswaffenträger, speziell auf den Schussarm.



Ich persönlich halte es für ein sehr gutes, direktes, auf alle Eventualitäten ausgelegtes System.
Der Unterrichtsinhalt sieht neben Streßvorbereitung und Streßbewältigung, auch die rechtliche Seite vor.
Desweiteren wird man immer wieder, während der Übungen, auf den zu erwartenden Schmerz und die damit verbundenen psychologischen Belastungen vorbereitet.
Außerdem ist es ein System, was davon ausgeht, das jede Art der Waffe erstmal aus der Tasche zu holen ist.
Etwas, was in nahezu allen anderen Systemen - außer UCS (ebenfalls ein Messersystem aus Deutschland) - sträflich vernachlässigt wird.


Hock Hochheim Main Page
Interpunktion, Rechtschreibung und Groß-/Kleinschreibung sind keine Wahl. Sie sind deine Pflicht!
Sonst krieg' ich nämlich Augenkrebs und zeige dich wegen Körperverletzung an.



Bild Bild Bild Bild


Hock Hochheim
Benutzeravatar
Motor Ed
MuskelFreak
MuskelFreak
 
Beiträge: 3238
Registriert: 03.08.2006, 17:58
Wohnort: Mittelhessen

Neuer Beitragvon Motor Ed » 30.05.2008, 08:47

Teil 2


KRAV MAGA


Nachdem ich nun Hockhochheim beschrieben habe, fand ich es an der Zeit, mal etwas über Krav Maga zu schreiben.
Bei der Recherche nach gutem Material, fand ich bei Wikipedia einen Artikel, welcher mir ausnehmend gut gefallen hat und auch in den meisten Zügen, der Wahrheit entspricht.
Da ich aber nicht der Typ bin, der anderen gern die Lorbeeren überlässt, habe ich mich dazu entschieden, doch etwas eigenes zu machen. :wink:




Krav Maga קרב מגע (hebr. "Kontaktkampf") ist das offizielle System für verschiedene Selbstverteidigung- und Nahkampfsysteme der israelischen Streitkräfte (IDF). Innerhalb der israelischen Sicherheitskräften wird der Begriff Krav Maga im Sinne von Nahkampf verwendet. Er umfasst die, in den jeweiligen Einheiten, durchaus unterschiedlichen Varianten des militärischen oder polizeilichen Nahkampfes.
Außerdem wird Krav Maga intensivst an öffentlichen Schulen und anderen Bildungseinrichtungen gelehrt, welche dem staatlichen Bildungsministerium unterliegen.

Die Ursprünge des Krav Maga gehen auf den, 1910 in Budapest (Ungarn) geborenen, Imi Lichtenfeld zurück, der in Preßburg/Bratislava (heute Slowakei) aufwuchs. Hier lehrte er in den dreißiger Jahren zum ersten Mal seine Kampfmethode, um die dort lebenden Juden gegen rassistische Mobbanden zu unterstützen. Lichtenfeld emigrierte 1940 aus der Slowakei. Nach einer abenteuerlichen Flucht und einer Zeit bei der britischen Armee durfte er 1942 nach Palästina einreisen. Nach Gründung des Staates Israel (1948) wurde Lichtenfeld Nahkampfausbilder in der israelischen Armee.
Nach seiner Tätigkeit als Nahkampfausbilder adaptierte Imi Lichtenfeld das militärische Krav Maga für Polizisten und Zivilisten. Dazu wurden die Techniken der anderen Rechtslage angepasst (Notwehr). Nach dem Tode Sde-Ors (so nannte sich Imi ab 1946) im Januar 1998, erhoben mehrere Schüler von Imi Lichtenfeld den Anspruch auf den Titel des „Legitimen Nachfolgers“ im Bereich des zivilen Krav Maga, so z.B. Eyal Yanilov (Leiter der International Krav Maga Federation) oder Yaron Lichtenstein.
Weitere Nahkampfausbilder der israelischen Sicherheitskräfte folgten dem Beispiel Imi Lichtenfelds und transferierten die Krav Maga-Variante ihrer Einheiten auf den zivilen Bereich. Beispiele hierfür sind Moni Aizik (Commando Krav Maga) oder Amnon Maor (Krav Maga Maor). Wegen der Effizienz der zugrundeliegenden kompromisslosen Selbstverteidigungssysteme wird Krav Maga sowohl in den USA als auch in Europa in zunehmendem Maße auch an zivilen Ausbildungsstätten unterrichtet. Auch in Deutschland gibt es eine steigende Zahl an Krav-Maga-Instruktoren.



Was ist Krav Maga?


Krav Maga ist ein modernes, praxisnahes, beinahe schon kompromissloses und völlig schnörkelloses Selbstverteidigungssystem. Krav Maga zeichnet sich durch einfache Techniken aus. Natürliche und instinktive Reaktionen werden im System berücksichtigt und sinnvoll eingebunden. Dadurch, das es mit Bedacht für die unruhige Welt von heute konzipiert wurde, hat es sich bereits tausendfach bewährt. Geprägt wird es durch seine verständlich und vollkommen logische Heranführung an Konfrontationen, Übergriffe und die Abwehr von Agressoren. Hierdurch kann man bereits nach relativ kurzer Zeit der Unterweisung, einen relativ hohen Leistungsstand erreichen. Bei der Entwicklung von Krav Maga, wurde äußerst pingelig darauf geachtet, es möglichst abwechslungsreich zu gestalten, so dass es neben Militär, Polizei und anderen staatlichen Sicherheitsorganen, ebenso für für den privaten und zivilen Bereich geeignet und abrufbar ist. Unter dem Strich ist Krav Maga sicherlich eine durchaus ernstzunehmende Alternative als Selbstverteidungsmethode für Männer und Frauen aller Altersgruppen und unterschiedlicher körperlicher Eigenschaften.
Krav Maga ist seinem Selbstverständnis nach kein Sport, sondern ein reines Selbstverteidigungssystem. Im internationalen und speziell im deutschsprachigen Raum, werden mittlerweile unterschiedlichste Krav Maga Varianten unterrichtet.
Darunter fallen weiterentwickelte Systeme auf der Basis des ursprünglichen Krav Maga Maors, wie z.B. Maor Krav Maga, Krav Maga Defcon, Triple-i Krav Maga (Krav Maga Union), Krav Maga Street Defence; Kapap Krav Maga, das Krav Maga von Moni Aizik (Commando Krav Maga), aber auch das System Yanilovs (Imi Krav Maga /IKMF).


Imis Nachfolger: Eyal Yanilov und Darren Levine


1978 wurde die Israeli Krav Maga Assoziation gegründet - mit Imi als Präsidenten auf Lebenszeit. Drei Jahre später begann man damit, Krav Maga im Ausland zu verbreiten - vor allem in den USA. Dort wirkte vor allem Darren R. Levine, neben Imi-Hauptschüler Eyal Yanilov einer der höchstgraduierten KM-Ausbilder überhaupt. Er führte Krav Maga zu dem großen Ansehen, das das System in den USA hat.
Anfang der neunziger Jahre wurde International Krav Maga Federation auf Initiative Imis gegründet. 1996 graduierte Imi Eyal Yanilov zum Master Level 3/Expert Level 8. Der 1959 geborene Yanilov (Bild links) ist einer der engsten Schüler und Mitarbeiter Imis seit 1973. Er hat sich vor allem der Entwicklung und ständigen Überarbeitung des Krav Maga-Curriculums und dessen Weitergabe an die anderen Instruktoren gewidmet. Außerdem hat Eyal die verschiedenen KM-Techniken und -Methoden systematisiert. Seine Hauptaufgabe liegt darin, Krav Maga im Ausland zu verbreiten - mit Hilfe der regionalen Direktoren oder Instruktoren.
Eyal ist von Haus aus Elektro-Ingenieur und hat die School for Trainers and Instructors am Wingate Institute for Sport and Physical Education absolviert. Seit den frühen achtziger Jahren hat er Militär- und Polizeieinheiten, Personenschützer, Sondereinheiten und SWAT-Teams in Israel, Europa, Südamerika, den USA, Australien, Neuseeland und Japan trainiert.
Bis kurz vor seinem Tod entwickelte Imi, assistiert von Eyal, KM-Techniken und -Methoden. Lichtenfeld, genannt "Warrior and Gentleman", starb im Januar 1998.
Im Vorwort zum bisher einzigen Buch über Krav Maga (How to defend yourself against armed assault) gratulierten Yitzhak Rabin, Israels früherer (und ermordeter) Ministerpräsident und Shimon Peres (in mehreren Regierungen Außen- und Verteidigungsminister) Imi zu seinem Lebenswerk: "The imparting of physical fitness und Krav Maga to IDF soldiers and officers and Imi Lichtenfeld are one and the same, an integral part of IDF activity" (Rabin 1992).



Weitere Literatur zum Thema


Hier gibt es die verschiedensten Publikationen. Teilweise sind sie wirklich nicht erwähnenswert, dann gibt es wieder „Kultbücher“ oder die „Bibeln des KM“.
Stellvertretend für viele mögen hier mal vier Werke aufgezählt werden:

Krav Maga – Imi Lichtenfeld und Eyal Yanilov (WeinmannVerlag)
Krav Maga Defcon – Armin Berberich
Complete Krav Maga – Darren Levine
Essential Guide to Krav Maga – David Kahn

Ob es sich hierbei um die ultimative Literatur zum Thema handelt, sei dahingestellt: Das muß jeder Interessierte für sich selber herausfinden.



Mein Dank geht an Trioxine - Krav Maga Instructor bei der Krav Maga Union.




Copyright: Motor Ed für Muskelfreaks
nach Krav Maga von Imi Lichtenfeld und Wikipedia



Linkliste:

http://www.kravmaga.de
http://www.ikmf.de
http://www.kravmaga-union.de

und natürlich die Seite von meinem Freund Trioxine:

http://www.kravmaga-stemwede.de
Interpunktion, Rechtschreibung und Groß-/Kleinschreibung sind keine Wahl. Sie sind deine Pflicht!
Sonst krieg' ich nämlich Augenkrebs und zeige dich wegen Körperverletzung an.



Bild Bild Bild Bild


Hock Hochheim
Benutzeravatar
Motor Ed
MuskelFreak
MuskelFreak
 
Beiträge: 3238
Registriert: 03.08.2006, 17:58
Wohnort: Mittelhessen

Neuer Beitragvon Aldi0190 » 30.05.2008, 10:11

Ich hab mir die hälfte grad durchgelesen, sehr Interessant - Danke schon mal für den Artikel!
"Ich bin sogar schon mal so Messerstecherei gewesen" - scheinbar ist kein guter Messerstecher dabei gewesen.
Benutzeravatar
Aldi0190
Kraftprotz
Kraftprotz
 
Beiträge: 494
Registriert: 26.02.2007, 19:51
Wohnort: Saarbrücken

Neuer Beitragvon Kraiver » 30.05.2008, 12:11

Auch wenn ich den Thread nicht verunstalten will muss ich sagen, das die Artikel nicht schlecht sind. Gefällt mir super zu lesen und hilft sicherlich auch bei der Entscheidung mit einer SV-Methode anzufangen.
Kraiver
Kraftprotz
Kraftprotz
 
Beiträge: 182
Registriert: 23.12.2007, 11:13
Wohnort: Hessen

Neuer Beitragvon Motor Ed » 30.05.2008, 17:31

Da mach dir man keine Sorgen.
Ein bißchen Lob verunstaltet nix. :wink:

Der nächste Artikel für Selbstverteidigung ist in Vorbereitung.


Grüße
Kai
Interpunktion, Rechtschreibung und Groß-/Kleinschreibung sind keine Wahl. Sie sind deine Pflicht!
Sonst krieg' ich nämlich Augenkrebs und zeige dich wegen Körperverletzung an.



Bild Bild Bild Bild


Hock Hochheim
Benutzeravatar
Motor Ed
MuskelFreak
MuskelFreak
 
Beiträge: 3238
Registriert: 03.08.2006, 17:58
Wohnort: Mittelhessen



Interessante Beiträge

Neue Threads existieren nicht
Forum: Offtopic
Autor: RuShEr
Kommentare: 11
Eine neue Muskelfreak :-)
Forum: Neu hier?
Autor: tarini
Kommentare: 44
Der Neue aus Essen
Forum: Neu hier?
Autor: Roughneck89
Kommentare: 3
suche neue geschmacksrichtung :)
Forum: Supplements
Autor: Androge
Kommentare: 17
Der neue Bro
Forum: Neu hier?
Autor: Thebro
Kommentare: 1

Zurück zu Artikel



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast