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Seminar mit Markus Rühl – ein Erlebnisbericht

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Seminar mit Markus Rühl – ein Erlebnisbericht

Neuer Beitragvon Baucho » 18.04.2007, 08:56

Seminar mit Markus Rühl im Eurotrade Sportstudio – ein Erlebnisbericht.

Ende letzten Jahres sprachen Kamil Janiszewski und Thomas Mühling, Besitzer des Eurotrade Sport- und Fitnessstudios in Bad Friedrichshall sowie des gleichnamigen Bodyshops von www.lebenswichtig.de davon, Markus Rühl für ein Seminar in ihrem Studio gewinnen zu wollen. Bei uns im Gym wurde diese Idee natürlich begeistert aufgenommen, wann hat man sonst die Möglichkeit, einen der Top-Profis der IFBB einmal kennen zulernen? Nichts desto trotz beschloss ich erst einmal abzuwarten, bevor ich begann mich darauf zu freuen, schließlich muss es ja nicht heißen, dass ein derartiges Vorhaben auch klappt. Die beiden nahmen Kontakt mit Markus auf und Anfang des Jahres war es soweit, er hatte für den 14.04.2007 zugesagt. Schnell sagten Schwimmer und ich zu, den Studioinhabern an diesem Tag bei der Vorbereitung und Durchführung behilflich zu sein. So kam ich in die glückliche Situation, einen der massivsten aber auch sympathischsten Profis live zu erleben.

Ich möchte Euch gerne die Eindrücke des Tages näher bringen. Hierbei will ich weniger auf alle Inhalte des Seminars eingehen, das alles ist Markus Rühls Geschichte und ich sehe wenig Sinn darin, als Papagei zu fungieren. Der Verlauf seiner bisherigen Karriere und weitere Infos über ihn sind auf http://www.markus-ruehl.de anschaulich beschrieben, dort bekommt ihr die Infos aus erster Hand, ohne dass ich sie verbreite und damit auch aus dem Zusammenhang reiße. Seine Geschichten über sein Leben, Training und auch das, was er im Profizirkus erlebt hat, muss man von ihm hören, sonst ist es nur halb so schön. Wer seine DVD „Made in Germany“ kennt, weis auch um seine eloquente Art und seinen Erzählstil und das könnte ich im schriftlichen Text nicht auf die gleiche Art wiedergeben. Also möchte ich mich auf den Ablauf und die Stimmung des Tages, sowie den Menschen Markus Rühl wie er auf mich gewirkt hat, konzentrieren, das ein oder andere Detail seiner Ausführungen werde ich natürlich erwähnen. Daher nenne ich das ganz klassisch „Erlebniserzählung“.

Ein Erlebnis war der Tag auf jeden Fall. Am Samstag, den 14.04. fand ich mich, zum Erstaunen aller Anwesenden pünktlich, um kurz vor 12:00 im Studio ein. Wie für Heilbronn üblich war es sonnig, genauer gesagt ein 30°C heißer APRILtag. (Einer der wenigen guten Aspekte der globalen Erwärmung.) Wir räumten die Trainingsbänke aus dem Freihantelbereich und verschoben den Zugturm sowie einige Cardiogeräte, wonach mir mein zweites „Wohnzimmer“ auf einmal verdammt groß vorkam. Das Ganze noch mit Bierbänken bestuhlt, eine Soundanlage sowie einen „Rednertisch“ aufgebaut und fertig war der Seminarraum. Tom, der den Tag zu einem Gesamtevent machen wollte, hatte im Vorfeld noch einen Imbissstand organisiert, dessen Besitzer das übliche Fastfood, aber auch „saubere“ Mahlzeiten wie Hähnchen anbot. Dazu noch eine kleine Bar und Sitzgelegenheiten im Außenbereich des Studios aufgebaut und fertig waren die Rahmenbedingungen.

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Plötzlich sah das Studio ganz anders aus.

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Kleiner Ausschnitt des anwesenden Publikums.

Schwimmer und ich machten die Kasse, als Eingangsstempel gabs ne kleine Rennsau. Der erste Besucher war unser Forenmitglied Marzl, der überpünktlich kurz nach 13:00 mit zwei Kumpels im Studio einlief. Im Vorfeld wurden schon eine Menge Karten verkauft, der Preis betrug 10,-€ im Vorverkauf, 12,- € an der Mittagskasse, Studiomitglieder bekamen verbilligten Eintritt. Bodybuilding Interessierte aus dem Raum Heilbronn, Stuttgart und Karlsruhe trudelten nach und nach ein, eine Menge der Besucher waren durchaus in verdammt guter Form. Auch unser Administrator und FOUNDER Pitbull hatte sich auf den Weg gemacht, so lernte man sich endlich mal persönlich kennen, schade, dass nicht noch mehr Forenmitglieder da waren. Insgesamt fanden sich 80 Besucher ein, die es sich auf dem Hof mit Hähnchen und Erfrischungsgetränk in der Sonne bequem machten. Zu guter letzt rollte ein Chrysler 300C auf den Hof und jetzt war klar: er ist wirklich hier.

Tom und Kamil, die Markus schon einmal live sahen, kündigten mir schon seit Wochen an, dass es mich umhauen würde, wenn er leibhaftig vor einem steht. Ich machte mich auf vieles gefasst, schließlich beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit dem Sport, kenne und sah auch erfolgreiche Amateurathleten (und die sind schon beeindruckend) und habe auch Markus DVD gesehen. Allerdings erblickte ich noch nie einen Profibodybuilder dieser Leistungsebene in Fleisch und Blut. Auch wenn er ständig in BB-Magazinen abgelichtet ist, kein Foto der Welt kann realistisch wiedergeben, wie gigantisch die Ausmaße von Markus Rühl sind. Als er mit seiner Frau Simone um die Ecke kam und uns begrüßte, war das erste was ich sah: Schultern. Einfach nur riesige Schultern. Bevor ich diesen ersten Eindruck visuell verarbeiten konnte, war er auch schon an mir vorbei und im Studio verschwunden, zurück in meinem Kopf blieben nur zwei gigantische Lats, die einen ebenso gigantischen Rücken rahmten. War ich beim kassieren schon von der Körperentwicklung des ein oder anderen Besuchers beeindruckt, so wurde jetzt eindeutig klar, wie groß die Leistungsunterschiede zwischen Hobby-, Amateur und Profibodybuildern sind. Das ist natürlich auch bei anderen Sportarten so, aber Fußballer müssen erst mal spielen, um diese Verschiedenheiten offensichtlich zu machen, im Bodybuilding reicht der bloße Anblick des Athleten.

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Markus Rühl und seine Frau Simone an der Theke des Eurotrade Sportstudios.

Der Zuschauerraum füllte sich und Markus nutzte die Zeit, um an der Studiotheke einen Kaffee zu trinken und etwas Smalltalk zu halten. Dann kündigte Tom unseren Besucher an, unter heftigem Beifall kam er auf die Bühne, setzte sich an seinen Tisch (mit ihm zusammen wirkte es eher wie ein Tischchen), nahm das Mikro in die Hand und stellte sich erst mal vor. Er erschien mit einem Offseasongewicht von knapp 150kg, die jedoch wesentlich härter und definierter Aussahen, als das bei den einem guten Teil der Zuschauer der Fall war. Er sprach davon, dass nun bald seine Vorbereitung für die Mr. Olympia 2008 anstünde und erwähnte auch das schon des öfteren in der einschlägigen Presse erwähnte Phänomen, dass die Entwicklung des Hintern nun auch ein nicht zu vernachlässigendes Kriterium bei der Bewertung der Athleten sei. Markus kommentierte dies mit dem Hinweis, es gäbe unter den Pflichtposen zwar eine Doppelbizeps- aber keine Doppelpopo Pose. Nichts desto trotz informierte er uns, sein Training diesen „Richtlinien“ entsprechend modifiziert zu haben.

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Man beachte das Größenverhältnis zur Kaffeetasse.

Den unsäglichen Bericht auf RTL nahm er zu Anlass, um noch einmal deutlich klarzustellen, dass er nicht als KFZ Mechaniker arbeite, dies als Profibodybuilder auch zeitlich kaum möglich sei. Darüber hinaus hat er ja den Supplementhersteller BMS als Sponsor, so viel zum Thema Autowerkstatt. Er nutzte die Gelegenheit, uns darzustellen, wie dieser Bericht zustande kam, näheres dazu könnt ihr auf seiner Webseite nachlesen. Markus lies seine bisherige Karriere Revue passieren, beschrieb, wie er nach einer Fußballverletzung den Weg ins Fitnessstudio und an die Gewichte fand, wie sein Körper immer weiter wuchs und wie er die ersten Amateurwettkämpfe bestritt. Er erzählte von seinem Wechsel ins Profilager und den wichtigsten Wettkämpfen. Hierbei ging er auch, auf das ein oder andere Fehlurteil ein, dies alles findet ihr wiederum auf http://www.markus-ruehl.de.
Er referierte von seinen Privaten Highlights 2005, dem Hausbau, dem Studiokauf und dann befasste er sich genauer mit seiner Ernährung. Er stellte uns einen typischen Mahlzeitenplan für die Offseason und die Wettkampfvorbereitung dar. Diese Pläne beinhalten jedoch Mengen, die für uns „Normalos“ riesig wirken. In der Offseason bis zu 7000 kcal, was wieder einml deutlich machte, wie unterschiedlich die Anforderungen im Profi- und Hobbysport sind. Markus betonte allerdings, ganz besonders auch als er auf seinen Trainingsstil und Plan einging, dass dies alles auf die Bedürfnisse eines Profibodybuilders zugeschnitten ist und riet von einer Nachahmung durch Hobbyathleten ab. Innerhalb des Profilagers gäbe es ebenso noch deutliche Unterschiede, was den Grad der Muskelmasse angeht, wie er zusätzlich erwähnte. Hier und da gab er einen Tip, wie man BB-Gerichte trotzdem schmackhaft zubereiten könne.
Er sagte einiges zu seinem Training, seiner Übungswahl, Häufigkeit, Kraftleistungen etc., dies alles stellte er uns sehr plastisch und anschaulich dar, ich konnte mir vor meinem geistigen Auge das förmlich vorstellen, wie er beim Workout durch sein Studio lief. Es bringt nichts, das jetzt alles wiederzugeben, da es kaum die Intensität und Trainingsleistung transportieren kann. Wer einen Eindruck davon bekommen möchte, sollte eines seiner Seminare besuchen und / oder sich eine seiner DVDs anschauen, gerade die Filmaufnahmen lassen einen die Intensität förmlich spüren. Er sprach auch von den Supplements die er einnahm und von seinen Plänen für die Zukunft. Zu der Zukunft des Profibodybuilding in der IFBB meinte er, dass in einigen Jahren der Sport wohl von afroamerikanischen Athleten noch mehr dominiert werde als heutzutage, da diese häufig über eine außerordentliche Genetik verfügten.

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Diese Bilder fangen schön die lockere Atmosphäre ein.

Das Beste allerdings war, wenn er Anekdoten rund um den IFBB Profizirkus, hinter den Kulissen eines Wettkampfes, eines Fotoshootings oder seines Alltages erzählte. Kurzweilig und informativ lies Markus uns auf diese Weise am Leben eines IFBB Profibodybuilders teilhaben. Hierbei ging er auf Sonnen-, genauso wie auf Schattenseiten des Sports und Profilebens ein. Während seines Vortrages lies er jederzeit Zuschauerfragen zu, was vom Auditorium rege in Anspruch genommen wurde. Hier nahm er jede Frage ernst, beantwortete sie ausgiebig und auch wenn ein junger Gast intensiver nachfragte, oder ihn unbedingt live trainieren sehen wollte, blieb er stets geduldig und freundlich.
Abschließend verwies er auf das Erscheinen seiner neuen DVD „Big and loving it“ und die Möglichkeit, am 5.Mai ein Privatseminar mit ihm zu buchen. Hier bietet er für einen Beitrag von 100,-€ neben einem durch ihn geleitetem Training, persönliche Beratung und ein gemeinsames Essen. Vielleicht veranstaltet er so etwas in Zukunft ja öfter, für diesen Termin sind noch wenige Plätze frei.

Der Vortrag gefiel mir sehr gut, er wurde von ihm mit Eloquenz und einer riesen Portion intelligentem Humor sowie etwas Selbstironie durchgeführt. Kurzum, Markus Rühl ist nicht nur ein Weltklasse Bodybuilder, sondern auch der geborene Redner, er verstand es, die 90 Minuten sehr kurzweilig und interessant zu füllen, man merkte gar nicht wie die Zeit verging. Trotz der Hitze und eineinhalb Stunden bleib jeder auf seinem Platz, oftmals war es so ruhig, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können, so gebannt waren die Zuhörer von seinen Ausführungen, insgesamt war die Stimmung als sehr locker zu bezeichnen. Schon auf „Made in Germany“ vermittelte er den Eindruck eines sehr sympatischen Menschen und diesen bestätigte er bei uns wieder. Vollkommen ohne Starallüren, ausgesprochen freundlich und humorvoll trat er bei uns auf. Kein aufgesetztes oder falsches Profigehabe, keine Arroganz, Genervtheit (das trotz einer Trainingseinheit am Morgen und längeren Fahrt bei 30°) trübten den Eindruck.

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Er beschloss das Seminar mit einer kleinen Präsentation seines Körpers, diverse Posen und natürlich seine Most Muscular bot er uns. Ich hatte das Glück, ganz vorne zu sitzen und ich kann nur sagen, das müsst ihr live erlebt haben. Das, was Markus als Offseasonform bezeichnete, war immer noch definiert und gleichzeitig logischerweise unwahrscheinlich muskulös. Egal ob Fan oder nicht, ob „Masse-„ oder „Ästetik“ Fraktion, ob Bodybuilder, Fitnesssportler oder BB-Skeptiker, die sportliche Leistung und außerordentliche Genetik dahinter MUSS man sehen, anerkennen und würdigen. Einem Athleten, der sich mit jahrelangem Fleiß und Disziplin so etwas hart erarbeitet hat, sollte man allergrößten Respekt für das Ergebnis zollen.

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Eindrücke der Autogrammstunde.

Anschließend gab es noch eine Autogrammstunde. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich auf einem großen Hochglanzfoto Markus Rühls Unterschrift zu holen. Hierzu gehörte auch ich, an meinen Spitzennamen „Baucho“ mit dem mich eigentlich jeder ruft, blieb ihm auch bei einem späteren gemeinsamen Foto in Erinnerung. Wie sagte er: „so einen Namen vergisst man nicht“. Die Möglichkeit sich mit Markus fotografieren zu lassen nutzten viele der Anwesenden, er vermittelte den Eindruck, dass er dabei sichtlich Spaß hatte. Er blieb noch eine ganze Weile, hielt etwas Smalltalk mit den verbliebenen Gästen, hierbei konnte man mit ihm natürlich auch über andere Themen als unseren Sport reden. Hinter jedem starkem Mann steht, wenn er Glück hat, eine starke Frau. In diesem Fall seine Frau Simone, eine ebenso beeindruckende Bodybuilderin, sie hielt mit dem ein oder anderen noch ein Pläuschchen und war hierbei genauso sympathisch wie ihr Mann. Als fast alle schon gegangen waren, hatte ich noch die Gelegenheit mich etwas mit ihm an der Theke zu unterhalten. Letztenendes ist alles mal vorbei, gegen 18:00 verabschiedete sich Markus von jedem der Studiocrew persönlich mit Handschlag und er verlies das Feld.

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Mein Trainingspartner Schwimmer kriegte auch eines.

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Der Blick von Studiobesitzer und Veranstalter Thomas sagt mehr als 1000 Worte.
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Unser Admin Kamil nutzte ebenfalls die Gunst der Stunde.

Eigentlich bin ich nicht der Fantyp, der Idole hat und ihnen nacheifern möchte. Die Erscheinung und Persönlichkeit Markus Rühls beeindruckten mich jedoch nachhaltig. Auch wenn Profibodybuilder eine Stufe der körperlichen Entwicklung vorweisen können, die für uns „Normalos“ wohl kaum zu erreichen sein wird, so wird dieser Tag mich noch lange Zeit motivieren, meinen Astralkörper von der Couch aufzuraffen, ins Studio zu fahren, hart zu trainieren, sauber zu essen und vielleicht einmal auf einer kleinen Amateurbühne das Ergebnis meiner Arbeit zu präsentieren.

Wenn ihr über dieses Seminar diskutieren möchtet, dann bitte <<hier>>

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